Heute geht es auf diesem beauty-Blog einmal um etwas anderes. Nämlich um deine Gesundheit, fernab vom Schönheitssektor. Die Firma remos vertreibt bereits seit mehreren Jahren Zeckenzangen und hat mir ein entsprechendes Modell, speziell für Tiere, zukommen lassen um darüber zu schreiben. Nachdem gefährliches Halbwissen in Bereichen der Gesundheit sehr schwer zu handhaben ist, berufe ich mich bei Teilbereichen dieses Artikels auf die Internetseite www.zecken.de.

Wenn man wie ich im Süden Deutschlands wohnt, wird man früher oder später mit dem Thema Zecken konfrontiert. Wir leben hier in dem tiefroten Bereich der Gefahrenzone und können immer und überall von einem dieser kleinen, ungebetenen Gäste gestochen werden und uns mit Borreliose-Bakterien oder FSME-Viren anstecken. Dieser Gefahr sind vor allem auch unsere geliebten Vierbeiner ausgesetzt, die in der Hochzeit besonders gründlich auf ungebetene Gäste untersucht werden sollten.

 

Tut gar nicht weh

Was viele Menschen nicht wissen ist, dass Zecken stechen und nicht beißen. Wie ein kleiner Ninja ritzt sie die Haut ihrer Beute auf und sticht mit ihrem Stechrüssel in das Gewebe. (Igitt). Was man sich eher wie ein Stechmückenangriff vorstellt, ist in Wahrheit noch viel abartiger. Nachdem der Rüssel mit seinen Widerhaken versenkt ist, klebt sich das Tier mit einem hauseigenen Klebstoff an der Oberfläche der Haut fest. Als wäre das nicht schon genug, betäuben diese hinterlisten kleinen Biester die Einstichstelle mit einem Betäubungsmittel und bleiben so unbemerkt und das obwohl der Stechapparat viel dicker und gröber ist als der einer Stechmücke.

 

Zack Zack

Ich persönlich habe eine sehr niedrige Ekelgrenze. In diesem Fall ist das durchaus etwas positives, entdeckt man nämlich eine Zecke an sich selbst oder an seinem Tier, muss sie umgehend entfernt werden. Denn je länger sie saugt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von Krankheitserregern. Bis zu einer Infektion von Borreliose vergehen 12-24 Stunden während FSME-Viren schon direkt nach dem Zeckenstich übertragen werden, da sie sich im Speichel des Insekts befinden.

Tipps und Tricks

Es gibt ja eine Menge verschiedener kleiner Geheimtipps, die alle die ultimative Lösung versprechen. Die meisten davon taugen allerdings nichts. Benzin, Terpentin und Alkohol sollten beispielsweise einen großen Bogen um die Zecke machen, da sie das Risiko auf Übertragung von Krankheitserregern erheblich steigern.

Bei schwer zugänglichen Stellen ist es immer gut, wenn eine zweite Person bei der Entfernung des Blutsaugers zu Hilfe kommt. Und immer dran denken: Egal wie viele Versuche es braucht, so lange sie am Ende draußen ist, ist alles gut.

Zecken können sich natürlich überall am Körper festzecken, besonders beliebt sind allerdings Bauch- und Brustbereiche sowie Kniekehlen, Hals und der Rest vom Kopf. Manche sind sogar etwas schlüpfrig unterwegs und suchen sich ein Fleckchen im Schritt. Da ist es wenigstens schön warm. Da sie im Fell eines Tieres nicht so leicht zu finden sind und Miezi oder Wauwau nicht so gerne still hält, empfielt es sich ein abendliches Ritual daraus zu machen. Das stress im Fall einer Zecke weder Besitzer noch Tier mehr als es sollte.

Ist das Biest endlich entfernt, muss die Stichstelle desinfiziert und in weiterer Folge beobachtet werden. Stellt sich eine Rötung, Schwellung oder Schmerzen ein, muss umgehend ein Arzt konsultiert werden.

 

Zecke entfernen

Bei der Entfernung einer Zecke gibt es genau zwei Punkte, die zu beachten sind: hautnah greifen und langsam, kontrolliert entfernen. Nicht drehen, nicht zupfen, einfach ganz langsam herausziehen. Sollte dabei der „Zeckenkopf“ zurückbleiben, handelt es sich dabei 1. Meistens nicht um den Kopf sondern lediglich um einen Teil des Stechapparats und 2. Wird dieser meist nach einer Zeit von selbst abgestoßen und stellt keine Gefahr dar.

Schritt 1 – Angreifer identifizieren

 

Schritt 2 – Pinzette vorsichtig an die Zecke führen

 

Schritt 3 – Zecke greifen und entfernen (nicht drehen!)

Schritt 4 – Betroffene Stelle nachkontrollieren

Schritt 5 – Schädlinge eliminieren

Schritt 6 – Tapfere Patienten belohnen und loben <3

 

Remos Zeckenpinzette

Die Zeckenpinzette von Remos hat, anders als andere Pinzetten ihrer Art keine gebogene Spitze, sondern eine Löffelform. Diese dient dazu, die Zecke sicher packen und halten zu können, sobald sie entfernt wurde. Das Instrument ist aus 100% rostfreiem Edelstahl gefertigt und lässt sich sterilisieren. Kleiner Tipp: Lagert man die Pinzette im Tiefkühlfach, zieht sich die Zecke bei Berührung zusammen und lässt sich etwas leichter entfernen. Die Pinzette wird in einem praktischen Plastikröhrchen geliefert.

Leider ist das Modell im Moment nicht im Shop erhältlich, wird aber bald wieder verfügbar sein!

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